Schriftzug Deutsches Historisches Institut
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Borse di studio in storia: Prossima deadline il 30.6.2013 leggi...

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Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom

Vol. 127: Braun, Guido/Clemens, Gabriele B./Klinkhammer, Lutz/Koller, Alexander (a cura di), Napoleonische Expansionspolitik. Okkupation oder Integration? (286 pp.) Berlin-Boston 2013.

Im Zuge der französischen Expansion um 1800 wurden große Gebiete als Départements dem Empire angegliedert. Nach und nach wurden diese für eine ganz unterschiedliche Dauer vom Reformwerk der Französischen Revolution erfasst: Privilegien von Kirche und Adel wurden abgeschafft und die Wirtschaftsordnung liberalisiert. Die Bürger sollten rechtlich gleichgestellt werden. Die napoleonische Herrschaft wies jedoch beträchtliche Phasenverschiebungen auf, die von den militärischen und politischen Ereignissen geprägt waren. Hinzu kamen Unterschiede, die auf den geographischen und politischen Stellenwert der jeweiligen Region im napoleonischen Herrschaftsentwurf zurückzuführen sind. Der vorliegende Band möchte den Charakter der napoleonischen Herrschaft im Spannungsfeld von Eroberungs- und Integrationspolitik neu bestimmen unter Berücksichtigung zentraler Aspekte: Raum und Politik; Gesellschaft und Krieg; Wirtschaft und Umwelt; Repräsentation und Nachleben. Das geographische Spektrum der Beiträge reicht vom Rheinland über die Schweiz, Piemont, Ligurien und Rom bis nach Süditalien.

Vol. 126: Matheus, Ricarda, Konversionen in Rom in der Frühen Neuzeit. Das Ospizio dei Convertendi 1673-1750 (XI, 549 pp.) Berlin-Boston 2012.

Neben Pilgern und Kaufleuten, Arbeitssuchenden und Bildungsreisenden, Adeligen und Klerikern aus ganz Europa lockte Rom in der Frühen Neuzeit auch zahlreiche Protestanten aus den nordalpinen Ländern an. Tausende von ihnen konvertierten in der Ewigen Stadt zum katholischen Glauben. Wer waren diese Menschen? Welche Chancen und Risiken waren mit einer Konversion verbunden und welche Bedeutung hatte sie für die konfessionelle Identität des Einzelnen? Wie rechtfertigten die Konvertiten ihren Schritt? Wie war das Verhältnis zwischen öffentlichem Konfessionsdiskurs und individuellen Gewissensfragen, persönlichen Glaubenszweifeln? Und wie wurde von katholischer Seite die Wahrheit des Glaubens propagiert? Wie gestalteten sich Konversionsvorbereitung und konkreter Ablauf einer Konversion? Die bislang in der Forschung weitgehend unbeachtete Quellenüberlieferung des 1673 gegründeten Ospizio dei Convertendi sowie jene der römischen Inquisition liefern die Grundlage zur Beantwortung dieser Fragen. Wie ein gesamteuropäisches Kaleidoskop ermöglicht die Studie einen differenzierten Blick auf die mit der Vielfalt und Pluralität von Konfessionen bzw. Religionen verbundenen Phänomene sowie der damit einhergehenden Austausch- und Adaptionsprozesse.

Vol. 125: Sprenger, Kai-Michael, Zwischen den Stühlen. Studien zur Wahrnehmung des Alexandrinischen Schismas in Reichsitalien (1159-1177) (XIII, 543 pp.) Berlin-Boston 2012.

Das Alexandrinische Schisma (1159‑1177) wurde und wird vornehmlich als Konflikt zwischen Papst Alexander III. und dem Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa interpretiert. Die Arbeit untersucht aus landeshistorischer Perspektive die unterschiedlichen Wahrnehmungen dieser kirchenpolitischen Krise in Reichsitalien und hinterfragt, in welchem Umfang die von den konkurrierenden Parteien mit absolutem Anspruch eingeforderte Obödienz unterhalb der höchsten politischen Ebene tatsächlich zu einer klaren Positionierung zwang oder aber doch Möglichkeiten zu einer unverbindlicheren, vorsichtigen Reaktion zuließ. Vor allem die politischen Datierungen in der reichen privaturkundlichen wie auch inschriftlichen, z. T. noch unedierten Überlieferung Reichsitaliens lassen hier sehr differenzierte Wahrnehmungs- und Handlungsstrategien erkennen, die weit über eine reduzierte Entscheidung für oder gegen einen der konkurrierenden Päpste hinausweisen und uns eine Vorstellung davon vermitteln, wie die Urkundenschreiber und ihre jeweiligen Auftraggeber die hochbrisanten kirchenpolitischen Ereignisse ihrer Gegenwart in unterschiedlichen Kontexten der mittelalterlichen Schriftproduktion und Gesellschaft reflektiert und in ihre Lebenswelten eingeordnet haben.

Vol. 124: Matheus, Michael (Ed.), Friedensnobelpreis und historische Grundlagenforschung. Ludwig Quidde und die Erschließung der kurialen Registerüberlieferung (XI, 639 pp.) Berlin-New York 2012.

Im Jahr 2008 jährte sich zum 150. Mal der Geburtstag Ludwig Quiddes, der von 1890 bis 1892 das Preußische Historische Institut in Rom leitete und dort das Repertorium Germanicum (RG) initiierte, das noch heute zu den wichtigsten Unternehmen der historischen Grundlagenforschung zählt. Seine Satire „Caligula“ war einer der erfolgreichsten Essays der Zeit, doch führten die Anspielungen auf Kaiser Wilhelm II. zum Ende seiner wissenschaftlichen Laufbahn. Auf der Basis eines beträchtlichen Privatvermögens betätigte er sich als Politiker und Publizist, insbesondere in der Friedensbewegung. Der aus einer Tagung hervorgegangene Sammelband würdigt Quidde als Historiker, als Persönlichkeit der Friedensbewegung und als Friedensnobelpreisträger. Ferner geht es um ihn als „Vater“ des RG sowie des Tochterunternehmens Repertorium Poenitentiariae Germanicum (RPG). Dabei werden nicht nur die aktuellen Möglichkeiten der Erschließung der kurialen Registerserien und ihre Tragfähigkeit für Themen der europäischen Geschichte diskutiert, sondern auch die europäische Anschlussfähigkeit der unter Ludwig Quidde begonnenen Projekte ausgelotet sowie Perspektiven der modernen elektronischen Erschließung und Bearbeitung der kurialen Überlieferung aufgezeigt.

Vol. 122.: Johrendt, Jochen: Die Diener des Apostelfürsten. Das Kapitel von St. Peter im Vatikan (11.-13. Jahrhundert) (X, 564 pp.) Berlin-New York 2011.

Die Habilitationsschrift ist die erste umfangreichere wissenschaftliche Abhandlung zum Kapitel von St. Peter im Vatikan seit dem 18. Jahrhundert. Sie analysiert die Verfassung des Kapitels, seine prosopogarphische Zusammensetzung sowie das Verhältnis zu den Päpsten. Im Anhang finden sich Biogramme der Kanoniker sowie eine Edition der beiden ältesten Zinsverzeichnisse des Peterskapitels. Dank eines Vergleichs mit den Kapiteln von S. Giovanni in Laterano und S. Maria Maggiore wird die herausragende Stellung des Peterskapitels für das städtische Gefüge und die Kurie deutlich.